Den ersten Klavierunterricht erhielt Jakob Liebmann Meyer Beer bei Franz Lauska, der den jungen Knaben immerhin so weit brachte, dass er das Klavierkonzert in d-Moll, KV 466 von Mozart öffentlich zum Vortrag brachte. Dies geschah am 14. Oktober 1801 in Berlin. Die Allgemeine Musikalische Zeitung (AmZ) ließ es sich nicht nehmen, dieses Ereignis zu würdigen und so ist in der Ausgabe vom 14. Oktober 1801 zu lesen: "Das vortreffliche Spiel des jungen Bähr, (einem Judenknaben von 9 Jahren) der die schweren Passagen und andere Solosätze mit seiner Fertigkeit bezwingt und einem, in solchen Jahren noch seltnern feinen Vortrag hat, macht das Konzert noch interessanter."Bemerkenswert ist die Tatsache, dass auf die jüdische Abstammung Meyerbeers hingewiesen wird.
In der Tat war Meyerbeer der erste jüdische Virtuose der neueren Zeit und zählte zu den hervorragendsten Pianisten des 19. Jahrhunderts. Hummel oder Moscheles zollten ihm den größten Respekt. Nach den Misserfolgen seiner ersten Opern "Jephtas Gelübde" (1812) und "Alimelek" (1813) überlegte Meyerbeer ernsthaft, gänzlich eine pianistische Laufbahn einzuschlagen.
Die stolzen Eltern ließen ihren ältesten Sohn und Stammhalter in Öl malen. Das Notenblatt, das der Sprössling in der Hand hält, ist natürlich eine Komposition von Mozart. Neben Gluck war Mozart das große musikalische Ideal des aufstrebenden Komponisten
Hört Euch das Klavierkonzert von Mozart einmal an! Es lohnt sich allemal! Leider kann ich hier wohl keine Musik einstellen, was sehr bedauerlich ist!